Schreckhaft

Das Pferd zeigt eine ausgeprägte Schreckhaftigkeit, die insbesondere in den Wintermonaten stärker ausgeprägt ist als im Sommer. Bekannte Objekte, die normalerweise keine Besorgnis erregen, können plötzlich und unerwartet zu einer ernsthaften Quelle der Beunruhigung werden. Es wirkt nervös und angespannt und ist leicht erregbar, was zu weiteren Schwierigkeiten führen kann. Laute Geräusche oder die Anwesenheit anderer Pferde im gleichen Bereich können zusätzliche Probleme und Unruhe verursachen, die das Verhalten des Tieres stark beeinflussen.

 

Berührungen

Das Pferd zeigt eine hohe Sensibilität gegenüber Berührungen während des Putzens und der Pflege. Insbesondere die Flanken reagieren mit Zittern, oder das Pferd wird unwillig und versucht, zu beißen, was die Situation erheblich erschwert. Das Auftrennen gestaltet sich als schwierig, und auch beim Satteln zeigt es deutlichen Widerwillen, was die Interaktion zwischen Mensch und Tier zusätzlich belastet.

 

Unlust

Das Pferd vermittelt dem Reiter den Eindruck, dass es nicht bereit ist, aktiv mitzuwirken und sich zu engagieren. Es zeigt Anzeichen von Unlust und wirkt widersetzlich, was die Zusammenarbeit erschwert. Häufig bleibt es einfach stehen und beteiligt sich nicht mehr am Training, was den Eindruck eines „Tunnelblicks“ hinterlässt und die Motivation des Reiters beeinträchtigen kann.

 

Stress

Das Pferd reagiert auf jegliche Veränderungen im Stall, in der Herde und im Training mit den zuvor genannten Verhaltensmustern, die für seine mentale Gesundheit problematisch sind. Turniere und Kurse stellen eine besondere Herausforderung dar, da Veränderungen in der täglichen Stallroutine das Pferd aus dem Gleichgewicht bringen können und es verunsichern. Wiederholt auftretende Probleme beim Hufschmied führen zu Ungeduld, und das Pferd versucht, sich zu entziehen oder zeigt beißende Verhaltensweisen, die das Vertrauen zwischen Mensch und Tier gefährden können.